Verfasst von: Kai-Uwe | April 11, 2008

Fort de Malmaison

Vom 31.3.08 bis einschließlich 10.4.08 war ich zum Arbeitseinsatz in Frankreich / Sissonne (Google Map) und habe mit 11 weiteren Kameraden auf dem etwa 40 km entfernten Kriegsgräberfriedhof Fort de Malmaison (Google Map) die dortigen Gräber gepflegt. Neben der täglichen Arbeit gab es ausreichend Gelegenheit sich über die Geschichte der Region zu informieren. Dazu haben wir gemeinsam etliche Anlagen des 1. und 2. Weltkriegs besucht wie auch die Stadt Reims (Google Map).  Auch Ausflüge zu Fuß (bis zu 30 km pro Tag) ins Gelände als auch in die nahegelegene Stadt waren hoch interessant und brachten viele neue Informationen.

Fort-de-Malmaison

Insgesamt ruhen auf diesem am 21.08.1965 eingeweihten deutschen Soldatenfriedhof im landschaftlichen Gebiet der Ile de France über 11.841 gefallene Angehörige der ehemaligen deutschen Wehrmacht. Zum Teil waren sie nach dem Frankreich-Feldzug und nach den schweren Kämpfen um die Höhenzüge des Aisne-Tales 1940 bereits 1941 bis 1944 durch den Gräberdienst der Wehrmacht hier bestattet, zum Teil nach 1945 durch den französischen Gräberdienst hierher überführt worden.

Im Sommer 1960 begannen Fachkräfte des Volksbundes mit den Umbettungen von weiteren ca. 6.800 deutschen Gefallenen aus 6 Départements zum Soldatenfriedhof Fort-de-Malmaison.

Anfahrt:
Lage: 20 km südlich von Laon. Man fährt zunächst von Laon in Richtung Soissons und biegt etwa nach 19 km nach links in den Chemin­de­Dames ein. Abzweigung ist kenntlich durch Friedhofs­Wegweiser und ein steinernes Hochkreuz. Nach etwa 2 km liegt der Friedhof linker Hand.

Anreise nach Fort­de­Malmaison 1. mit der Bahn: a. ab Trier über Luxembourg ­ Longwy ­ Longuyon ­ Meziers ­ Charleville ­ Reims ­ Laon, weiter mit Taxi (20 km)

b. ab Kehl über Strasbourg ­ Nancy ­ Bar­le­Duc ­ Chalons­sur­Marne ­ Reims ­ Laon, weiter wie 1 a.

c. ab Aachen über Lüttich ­ Namur ­ Aulnoye (umsteigen) ­ Hirson ­ Laon.

2. mit dem Pkw: a. über Köln ­ Aachen ­ Ciney ­ Dinant ­ Fumay ­ Laon oder per Autobahn über Aachen­Lüttich­Namur Valenciennes, St. Quentin direkt nach Laon, weiter siehe „Lage“

b. über Saarbrücken ­ Metz ­ Verdun ­ Ste. Menehould ­ Suippes ­ Reims, Richtung Soissons bis Braine, weiter über Vailly­sur­Aisne zum Friedhof oder Autobahn von Reims nach Laon, weiter s. Lage

c. über Kehl ­ Strasbourg ­ Nancy ­ Toul ­ Bar­ le­Duc ­ Reims, weiter wie 2 b.

3. mit einer Kriegsgräberfahrt des VDK: Bitte Programm anfordern!

Entfernungen: ab Köln ca. 350 km ab Trier ca. 275 km ab Saarbrücken ca. 300 km ab Kehl ca. 400 km

Die o.a. Reiseroute ist sehr hilfreich. Auf jeden Fall die französische Autobahn A26 bis zur Ausfahrt Nr. 13 benutzen. Dann die Nationalstraße N 2 benutzen. Ca. 1km nach der Autobahnabfahrt sind auf beiden Seiten Hotel, wo sie ggf. übernachten könnten. Auch ein Besuch in Laon lohnt sich, da die Altstadt auf einem Berg liegt. Falls kein Interesse an einem Besuch der N2 weiter in Richtung Soissons benutzen und an Laon vorbeifahren. Straße ist dann autobahnmäßig ausgebaut. Wenn Sie die Höhe erreicht haben, abfahren und im Kreisverkehr die 3 oder 4. Abfahrt nehmen und der Straße D18 folgen, nach ca. 2km liegt dann auf der linken Seite der Friedhof.

Der Friedhof ist in der Regel zwischen 09.00 – 16.00 Uhr geöffnet. Tel.Nr.: 0033 – 3 – 23 21 64 80.

Beschreibung Anfahrt / Reiseroute: Erhard Lauber

Der gesamte Einsatz war ein voller Erfolg und nachfolgend die ersten Bilder, weitere Links und Information:

Nach und nach folgen die entsprechenden Kommentare bei den Bildern so das auch klarer wird was dort dargestellt ist.

Fort-de-Malmaison
Unmittelbar am Fort-de-Malmaison liegt eine von der deutschen Wehrmacht 1941 angelegte und vom Volksbund er weiterte deutsche Kriegsgräberstätte. Im deutsch-französischen Kriegsgräberabkommen wurde die provisorische Gräberanlage Fort-de-Malmaison als endgültige deutsche Kriegsgräberstätte 1939/45 bestimmt. Aus den sechs französischen Departements Aisne, Loiret, Seine-et-Marne, Oise, Yonne und Aube bettete der Volksbund aus Einzelgräbern und kleineren Grabanlagen über 6 800 deutsche Gefallene hierher um.

Wer sich der Kriegsgräberstätte auf der Landstraße, dem Chemin-des-Dames, nähert, erblickt schon von weitem das 15 Meter hohe gusseiserne Kreuz, das zusammen mit der Gedenkhalle den Mittelpunkt des Friedhofes bildet. Der Friedhof hat eine Größe von 67 000 Quadratmetern und ist durch einen etwa anderthalb Meter breiten und einen Meter hohen, dicht bewachsenen Erdwall eingefriedet.
An der Ostseite führt ein Nebenweg zum 200 Meter entfernten Eingang. Von hier aus betritt der Besucher durch eine schmale Pforte einen kleinen Hof, an den das Eingangsgebäude angrenzt. Es enthält den Aufenthaltsraum für die Besucher, in dem auch die Namenbücher der hier bestatteten Gefallenen ausliegen.

Eingangsgebäude, Zwischenhof und Verwalterhaus sind zu einer baulichen Einheit verbunden. Vom Eingangsgebäude aus überblickt der Besucher den ganzen Friedhof.
Hochkreuz und Ehrenhalle dominieren in der Mitte des Gräberfeldes die Gesamtanlage.
Die Halle ist eine Stahlbetonkonstruktion, deren Ecken durch Natursteinmauerwerk abgegrenzt sind. Das flach geneigte Dach ist begrünt. Im Mittelpunkt der offenen Halle liegt das mit einer Bronzeplatte bedeckte Gemeinschaftsgrab. Die Einzelgräber sind in acht Felder aufgeteilt. Je zwei Gefallene ruhen in Doppelgrabreihen. Gusseiserne Grabkreuze tragen die Namen und Lebensdaten von je zwei Gefallenen.
Am 21. August 1965 wurde die Kriegsgräberstätte, auf der 11 841 deutsche Gefallene des Zweiten Weltkrieges ihre Ruhestätte haben, eingeweiht.

Besucht wurden unter anderem:

http://pcw2.new.fr/Bunkeranlage der deutschen Wehrmacht

http://evasion-aisne.com/visites_virtuelles/fr/caverne_dragon.phpDrachenhöhle

http://de.wikipedia.org/wiki/Chemin_des_Dames – Chemin des Dames

Mitglieder des Einsatzteams:

Komandoführer: Erhard Lauber

stv. Komandoführer: Stefan Prünte

Werner Sonneborn

Frank Stache

Tim Stache

Peter Stache

Dirk Clemens

Andreas Gerstner

Werner Klötzel

Michael Flemming

Klaus Hoffmann (RK Siegtal)

Kai-Uwe Kraul (RK Siegtal)

Ein besonderer Dank gilt Alain Massart der uns die fast 2 Wochen bei der Arbeit auf dem Friedhof unterstützt hat und ein echter Freund geworden ist.

Weitere Bilderalben der mitfahrenden Kameraden:

Erhard Lauber
Stefan Prünte
Alain Massart
Sonstiges von Dirk Clemens
Arbeit – Dirk Clemens

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